Reise und Ankunft

In den Sommermonaten ist es möglich direkt von Kopenhagen, Dänemark, oder von Keflavik, Island, nach Narsarsuaq in Südgrönland zu fliegen. Hier ist eine Übersicht über die internationalen Flugverbindungen (PDF).

Flugtickets können auf den jeweiligen Webseiten der Fluggesellschaften gekauft werden:

Air Greenland fliegt direkt von Kopenhagen nach Narsarsuaq dienstags und donnerstags von Mitte Juni bis Anfang September, und zusätzlich montags von Mitte Juli bis Mitte August. Das restliche Jahr über ist eine Zwischenlandung in Kangerlussuaq nötig.

Air Iceland fliegt direkt von Keflavik nach Narsarsuaq dienstags und samstags von Mitte Juni bis Ende September. Bitte beachten, dass die Flüge bei Air Iceland nach Keflavik gehen und nicht nach Reykjavik.

Icelandair und WOW Air fliegen vom europäischen Festland nach Island.

Reise über Dänemark

Es ist sehr bequem vom Internationalen Flughafen Kastrup mit Zug, Metro oder Taxi in die Innenstadt Kopenhagens zu gelangen. Metrostation (Treppe hoch) und Zugbahnhof (Treppe runter) befinden sich am Ende von Terminal 3 (zu Fuß leicht zu erreichen von Terminal 2 und mit einem freien Shuttle von Terminal 1 aus). Der Zug braucht etwa 15 Minuten bis zum Kopenhagener Hauptbahnhof. Die Metro hält an einigen Stationen in der Innenstadt, aber nicht am Hauptbahnhof.

Zug- oder Metrofahrkarten können am Ende von Terminal 3 an Automaten gekauft werden. Dänische Münzen oder eine Kreditkarte sind zum Kauf erforderlich. Eine Fahrkarte in die Innenstadt kostet 36 Kronen (5 Euro). Eine Taxifahrt bis in die Innenstadt kostet etwa 225 Kronen (ca. 30 Euro).
Flüge nach Grönland starten in der Regel von Terminal 2.

Informationen zu Kopenhagen sind auf der offiziellen Tourismuswebseite zu finden.

Reise über Island

Internationale Flüge nach Island landen auf dem Flughafen Keflavik, der etwa 50 km außerhalb von Reykjavik liegt. Air Icelands Flüge nach Narsarsuaq starten auch von Keflavik aus. Alle weiteren Flüge von Island nach Grönland (Nuuk und Ilulissat) starten bis auf weiteres vom Flughafen Reykjavik, der direkt in der Stadt liegt, in unmittelbarer Nähe des Busbahnhofs.

Eine Taxifahrt von Keflavik nach Reykjavik ist ziemlich teuer. Am besten nimmt man den “flybus”. Der Bus fährt Tag und Nacht und die Abfahrten vom Flughafen in die Stadt sind den Ankunftszeiten der Flüge angepasst. Die einfache Fahrt dauert 45 Minuten und kostet 2.500 ISK (ca. 22 Euro) per Person. Busfahrkarten können am Flughafen gekauft werden.

Der Bus fährt bis zum Busbahnhof (BSI) in Reykjavik. BSI liegt neben dem Flugfeld des nationalen Flughafens, jedoch bedarf es einer sehr kurzen Taxifahrt oder eines Fußmarsches von ca. 20 Minuten, um den nationalen Flughafen zu erreichen.

Für ca. 4 Euro kann man auch eine Fahrkarte für “flybus plus” kaufen. Dann werden die Fahrgäste vom Busbahnhof aus in kleineren Bussen direkt zu ihrem Hotel oder Gästehaus gebracht.

Weitere Informationen über die Busse sind auf der Webseite von Reykjavik Excursions zu finden. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich bei www.visiticeland.com.

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Unterkunft

Hotels

Hotels gibt es in den Orten Narsarsuaq, Narsaq, Qaqortoq und Nanortalik. Diese Hotels besitzen zwischen 2 und 4 Sternen. In den meisten Häusern kann zwischen Zimmern mit eigenen Bädern oder mit Bädern auf dem Gang gewählt werden. Restaurants gibt es in allen Hotels und Frühstück ist immer im Preis mit inbegriffen.
Das Landhotel in Igaliku hat nur Zimmer oder Hütten ohne eigenes Bad. Hier gibt es auch ein Restaurant. Wird die Möglichkeit gesucht sein eigenes Essen zu zubereiten, kann im Gardar Hostel abgestiegen werden.

Gästehäuser

Unter dem Begriff Gästehäuser fassen wir verschiedene Unterkünfte zusammen, die Übernachtungen in Doppelzimmern mit Bad und Toilette auf dem Gang anbieten und bei denen Bettwäsche und Handtücher bereitgestellt werden. Das Frühstück ist immer im Preis mit inbegriffen. Oft gibt es auch Zugang zu einer kleinen Küche. Die Möglichkeit zu Abend zu essen, sei es im selben Haus oder in der Nähe, ist bei allen Gästehäusern gegeben.

Herbergen

Es gibt Herbergen in allen Städten und in den Ortschaften Qassiarsuk und Igaliku. Herbergen sind eine billige Alternative zu Hotels und alle haben Küchen, in denen man sein eigenes Essen zubereiten kann. Standards bei den Herbergen variieren sehr, aber die meisten sind trotz ihrer Einfachheit modern und gemütlich. Es gibt 2-, 4- oder 6-Bettzimmer und das Bad ist auf dem Gang. Einen Schlafsack und Handtücher muss man selbst dabei haben. Bei einigen Herberge kann man diese aber auch leihen. Frühstück kann in manchen Herbergen bestellt werden.
Es gibt keinen Rabatt für Mitglieder von Hostelling International in den grönländischen Herbergen.

Schafsfarmen

Viele Schafsfarmen in Südgrönland bieten Übernachtungsmöglichkeiten an. Dies ist eine einmalige Gelegenheit den Alltag einer grönländischen Familie kennen zu lernen. Die angebotenen Unterkunftsmöglichkeiten sind sehr verschieden. Auf einigen Farmen musst du deinen Schlafsack dabei haben, auf anderen wird dir ein gemachtes Bett und alle Mahlzeiten angeboten.

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Packliste

  • Schlafsack (wenn eine Übernachtung in einer Herberge oder auf einer Schafsfarm geplant ist)
  • Solide Wanderschuhe oder Wanderstiefel
  • Stiefel mit Innenschuhen oder zusätzliche leichte Schuhe (für Herbergen oder Schafsfarmen)
  • Bekleidung nach dem Zwiebelprinzip
  • Wind- und regenfeste Jacke
  • Pullover oder Fleecehemd
  • T-Shirts oder langärmelige Blusen (es wird oft sehr warm)
  • Mütze und Handschuhe für die Bootsfahrten
  • Sonnenbrille und Creme
  • Mückennetz und Spray (kann auch im Blue Ice Café gekauft werden)

Die Mückensaison ist in der Regel im Juni und Juli, jedoch gibt es so gut wie keine Mücken in den Gebieten in denen Schafe gehalten werden. In Narsarsuaq, Qaqortoq und in geschützten Tälern können sie schon lästig werden.

In den Herbergen in Narsarsuaq, Narsaq und Qaqortoq stehen Waschmaschinen zur Verfügung.

Wir empfehlen eine weiche Tasche oder einen Rucksack zu benutzen, anstatt eines Koffers. Taschen sind leichter mit Boot und Auto zu transportieren und ein Rollkoffer rollt sowieso auf Schotterstraßen nicht sehr gut.

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Essen und Trinken

Fleisch und Fisch sind die Grundlagen der grönländischen Küche und meistens gibt es viel davon. Im Süden des Landes wird besonders viel Lammfleisch gegessen, aber auch Fleisch vom Rentier, Moschusochse oder Wal. Oft verwendete Fischsorten sind: Kabeljau und Saibling. Grönländische Krabben sind auch sehr beliebt.
Wenn sich die Gelegenheit ergibt selbst zu kochen, kann ein Besuch auf dem “Fischmarkt” inspirierend sein. Dort wird der Fang des Tages angeboten. Viele Schafsfarmer bauen Kartoffeln, Mairüben, Kohl und Salat an, die im Spätsommer in den Geschäften oder auf dem Markt verkauft werden.

Öffnungszeiten

In Narsarsuaq, Qassiarsuk und Igaliku gibt es ein Geschäft mit Namen Pilersuisoq. Doch die Auswahl an frischen Lebensmitteln ist nicht sehr groß. Wenn du von einem der Städte auf dem Weg zu einer Siedlung oder einer Schafsfarm bist, empfehlen wir, dass du vorher einkaufen gehst.

In den Städten Narsaq, Qaqortoq und Nanortalik haben die Geschäfte werktags von 8 oder 9 Uhr morgens bis 17 oder 18 Uhr geöffnet. An den Wochenendtagen schließen sie ein wenig früher.

In den kleineren Orten (Narsarsuaq, Qassiarsuk und Igaliku) sind die Öffnungszeiten mehr eingeschränkt, oft nur von 10 bis 15 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr. Sonntags sind sie geschlossen. Deshalb gibt es keinerlei Einkaufsmöglichkeiten vor Montagmorgen, wenn du am Samstagnachmittag in Narsarsuaq landest.

Mahlzeiten in den Siedlungen oder auf der Schafsfarm

Spannender Bestandteil einer Reise ist auch das Kosten von einheimischen Gerichten. Doch bedenke, dass es an einigen Orten (zum Beispiel auf den Schafsfarmen oder im Landhotel in Igaliku) aufgrund sehr begrenzter Einkaufsmöglichkeiten, keine große Auswahl an Gerichten, spezielle Kindermenüs oder vegetarische Gerichte erwartet werden kann. Wenn du Vegetarier bist oder an einer Lebensmittelallergie leidest, sag uns früh genug Bescheid, damit die Köche eine Alternative anbieten können.

Preise

Die Preise für Lebensmittel liegen auf dem nordeuropäischen Niveau. Früchte, Gemüse, Alkohol und Süßigkeiten sind relativ teuer. Hier einige Beispiele, um sich ein Bild zu machen:

Mittagessen im Café/Restaurant: 70 bis 120 Kronen
Abendessen in der Cafeteria, auf der Schafsfarm, im Restaurant: 100, 170, 200-400 Kronen
Diese Preise sind ohne Getränke.
1 Flasche Bier an der Bar, im Restaurant: 50 Kronen
1 Flasche Wein im Restaurant: ab 200 Kronen

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Geld, Telefon und Internet

Bargeld und Kreditkarte

Die Währung in Grönland ist die dänische Krone. In den Geschäften (auch in den kleineren Orten), Hotels, Restaurants und Touristenbüros kann mit Kreditkarte gezahlt werden. Es ist jedoch zu empfehlen genug Bargeld dabei zu haben, wenn eine Übernachtung auf einer Schafsfarm geplant ist.
Im Blue Ice Café nehmen wir natürlich Kreditkarten, aber auch Euro und amerikanische Dollars. Es gibt keine Bank oder einen Geldautomat in Narsarsuaq.

Telefon

Es gibt in allen Städten und Siedlungen Handykontakt. Aber als Sicherheit nur ein Handy mit auf eine Wander- oder Kajaktour zu nehmen, ist zu riskant, denn oft gibt es kein Signal außerhalb der Ortschaften. Im Blue Ice Café kannst du jedoch ein Satellitentelefon leihen.

Internet

In Grönland gibt es leider noch keine Flatrate und das Internet ist ziemlich teuer. Abgerechnet wird nach Zeit. Die meisten Unterkünfte (auch die Herberge in Narsarsuaq und das Landhotel in Igaliku) bieten eine drahtlose Internetverbindung an und bei einigen Touristenbüros kannst du Zeit an einem Computer kaufen, um zum Beispiel deine E-Mails zu schreiben.

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Reiseziele in Südgrönland

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Narsarsuaq

Narsarsuaq kann mit “großer Ebene” übersetzt werden. Auf dieser Ebene liegt Südgrönlands internationaler Flughafen und somit ist Narsarsuaq der erste Ort, den Reisende im Süden des Landes betreten. Der Ort hat etwa 160 Einwohner und neben dem Flughafen als größter Arbeitgeber, gibt es noch ein Hotel, ein Geschäft und eine Schule. In den Sommermonaten ist eine Herberge und das Blue Ice Café geöffnet.

Der Flughafen und der Ort wurden 1941 vom amerikanischen Militär angelegt und waren eine “Zwischenstation” auf dem Weg von Amerika nach Europa. Im selben Gebäude indem sich auch das Blue Ice Café befindet, ist ein Museum untergebracht, das mit vielen Exponaten und Fotos die turbulente Geschichte des Flughafens und des Ortes beleuchtet.

Narsarsuaq ist ein idealer Ausgangspunkt für viele Ausflüge und Aktivitäten. In nur wenigen Stunden kannst du zu Fuß das Inlandeis erreichen. Die Siedlungen Qassiarsuk (Brattahlid) und Igaliku (Gardar) können leicht im Rahmen eines Tagesausflugs besucht werden und von Narsarsuaq aus können Helikopter- oder Bootstouren zu Gletscherfronten unternommen werden.

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Qassiarsuk (Brattahlid)

Die Siedlung Qassiarsuk wurde 1924 vom Schafszüchter Otto Frederiksen gegründet. Heute leben dort ca. 40 Menschen. Der Ort hat einen Laden, eine Grundschule und eine Kirche. Zum Einzugsgebiet von Qassiarsuk gehört fast die gesamte Narsaq Halbinsel, auf denen es 12 Schafsfarmen gibt.

Südgrönland war von ca. 980 bis 1408 von Wikingern besiedelt. Die Ruinen ihrer zahlreichen Höfe sind an vielen Stellen noch heute zu sehen. Nach Meinung der Archäologen war Qassiarsuk der Ort, an dem sich Erik der Rote niederlies und welches damals Brattahlid genannt wurde. Im Jahre 2000 wurde in Qassiarsuk ein kleines Freilichtmuseum eröffnet, mit einer Nachbildung eines Langhauses und einer kleinen Kirche.

Von Qassiarsuk aus können auf Schotterstraßen viele Wanderungen unternommen werden, den Fjord entlang zu verschiedenen Schafsfarmen oder in einer Mehrtagestour über die Berge nach Narsaq. In Qassiarsuk gibt es auch eine Herberge und eine Schafsfarm, die Übernachtungsmöglichkeiten anbietet.

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Igaliku (Gardar)

Igaliku war der erste Ort in Südgrönland, an dem man in der neueren Zeit Landwirtschaft betrieb. Der Norweger Anders Olsen und seine grönländische Frau Tuperna ließen sich dort 1782 nieder und legten den Grundstein für den Ort. Die ersten Häuser wurden aus den Steinen der Wikingersiedlung gebaut. Der Ort war im Mittelalter ein Bischofsitz und trug den Namen Gardar.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs Igaliku und im Jahr 1950 wohnten 146 Menschen dort, die alle von der Landwirtschaft (Rinder- und Schafszucht) lebten, aber auch Jagd und Fischerei betrieben. Heute hat der Ort nur noch ca. 30 feste Einwohner, aber einige Grönländer aus den Städten besitzen im idyllischen Igaliku ein Ferienhaus und im Sommer verdoppelt oder verdreifacht sich die Einwohnerzahl.

Es gibt in Igaliku ein Landhotel mit Restaurant und eine Herberge, außerdem bietet ein Schafszüchter Übernachtungsmöglichkeiten im Ort an. Er verleiht auch Kajaks und Quads.

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Narsaq

Narsaq wurde 1830 als dänische Handelsstation angelegt und erhielt erst 1959 Stadtrechte. Heute hat der Ort ca. 1.500 Einwohner. Narsaq liegt am Fuße eines Berges an einem Sund, der fast immer gefüllt ist mit Eisbergen von zwei nahegelegenen Gletscherabbruchfronten.

Hinter der Stadt liegt ein großes Tal, gesäumt von hohen Bergen. Einer davon ist der Kvanefjeld, bekannt für seine vielen einzigartigen Mineralien; ein wahres Eldorado für an Geologie interessierten Besuchern. In Narsaq gibt es viele gute Wandermöglichkeiten und der Ort ist oft Ausgangspunkt und Ziel von Kajaktouren.

Das Museum hat eine umfangreiche Ausstellung in mehreren Häusern, über die Geschichte Narsaqs, die Besiedlung durch die Wikinger und eine imponierende Sammlung von Steinen und Mineralien aus Südgrönland.

Narsaq ist der perfekte Startpunkt für eine Bootstour zum Inlandeis. Blue Ice bietet unter anderem eine Tour zum Zwillingsgletscher, wie ihn die Lokalbevölkerung nennt, an. Her kann an Land gegangen und nach ca. 250 Metern zu Fuß, das Eis angefasst werden.

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Qaqortoq

Qaqortoq wurde 1775 gegründet und noch heute stehen einige der hübschen Häuser aus dieser Zeit am Marktplatz, in dessen Mitte der einzige Springbrunnen des Landes plätschert. Mit ca. 3.250 Einwohnern ist Qaqortoq die größte Stadt Südgrönlands und das Ausbildungszentrum der Region. Ein Gymnasium und mehrere weiterführende Schulen sorgen für einen hohen Anteil an jungen Leuten in der Stadt.

Qaqortoq ist die Heimatstätte einiger bekannter grönländischer Künstler. Das Projekt “Stein und Mensch” hat das Stadtbild für immer verändert, mit seinen 30 Skulpturen, die von den verschiedensten Künstler aus Grönland und anderen nordischen Ländern, in die Felsen gemeißelt wurden.

Nach einer halbstündigen Bootsfahrt, ist von Qaqortoq aus die sehr gut erhaltene Ruine der Wikingerkirche Hvalsø zu erreichen. Auf einer solchen Bootsfahrt kann auch Upernaviarsuk besucht werden. Dort befindet sich die einzige Landwirtschaftsschule des Landes und eine Versuchsstation, in der in großen Gewächshäusern und auf freiem Feld Kartoffeln, Gemüse, Früchte und Blumen angepflanzt werden.

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Nanortalik

Die südlichste Stadt der Region, mit seinen etwa 1.300 Einwohnern, ist Nanortalik. Der Ort erhielt seinen Namen (Ort, an dem es Eisbären gibt) aufgrund einiger Bären, die manchmal im Frühjahr auf den Schollen des Packeises von der Ostküste treibend, den Weg an Land finden.

In Nanortalik und seinen südlicher gelegenen Siedlungen ist die Jagdtradition der Grönländer noch sehr lebendig. Wie in alten Zeiten ziehen viele Familien im Sommer für einige Wochen in ihre Jagdhütten auf die vorgelagerten Inseln, um Klappmützen, auch Mützenrobben genannt, zu erlegen.

Nanortalik hat einen der eindrucksvollsten Museumskomplexe Grönlands. In gut erhaltenen Häusern der Kolonialzeit bietet das Museum eine umfangreiche Sammlung von Artefakten aus der Wikingerzeit und Ausstellungsobjekte, die die Geschichte der Besiedlung durch die Inuit veranschaulichen. Neben Kajaks und Frauenbooten gibt es einen alten Wohnplatz mit Zelten, eine Torfhütte und vieles mehr. Das alte Nanortalik (Sissarissoq) liegt ca. eine halbe Stunde Fußweg am Fjord entlang, vom Museum weg.

Von Nanortalik aus können Bootsfahrten zum fantastischen Tasermiutfjord gebucht werden. Dieser Fjord ist durch seine fast senkrechten Granitwände, die sich direkt vom Fjord aus bis zu 2.000 Metern in die Höhe strecken, bei vielen Bergsteigern bekannt. Am Ende des Fjords steht die weiße Wand des Inlandeises. Die Siedlungen Tasiusaq, Narsarmijit und ganz besonders Aappilattoq sind ebenso einen Besuch wert. Solche Ausflüge sollten aber im Vorhinein gebucht werden.

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Schafsfarmen

Viele Schafsfarmen in Südgrönland bieten Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste an und so ergibt sich die einzigartige Gelegenheit das Leben auf einer grönländischen Schafsfarm kennenzulernen. Die Farmen liegen oft sehr isoliert und weit von einander entfernt, denn jede Farm benötigt viel Land, um Felder anzulegen, auf denen der Wintervorrat für die 300-600 Schafe wächst. Von Mai bis Ende September laufen die Schafe mit ihren Lämmern frei in den Bergen herum und werden erst im Herbst zusammengetrieben. Die, die nicht ins Schlachthaus nach Narsaq gebracht werden, verbringen dann den Winter im Stall.

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